Pilz am Baum im Garten? Diese 3 gefährlichen Baumpilze können Bäume in Deutschland abtöten

Ein Pilz am Baumstamm ist nicht nur ein optisches Problem.
In vielen Fällen ist er ein Warnsignal für fortgeschrittene Fäulnis im Inneren des Baumes.

Für Hausbesitzer in Deutschland kann das ernst werden:
Geschwächte Bäume stellen ein Risiko für Haus, Garage, Auto oder Nachbargrundstücke dar – besonders bei Sturm.

Hier sind die drei häufigsten und gefährlichsten Baumpilze, die in deutschen Gärten Bäume schädigen oder zum Umsturz bringen können.

1. Armillaria mellea (Hallimasch) – Der Wurzel-Killer im Garten

Der Hallimasch ist einer der aggressivsten Pilze in Privatgärten.
Er befällt lebende Bäume über die Wurzeln und breitet sich unterirdisch von Pflanze zu Pflanze aus.

Typische Anzeichen:

  • Plötzliches Zurücksterben der Krone

  • Gelbe oder kleine Blätter

  • Pilzbüschel im Herbst am Stammfuß

  • Weißes Pilzgeflecht unter der Rinde

Betroffen sind häufig Obstbäume, Ahorn, Birke, Fichte und viele Ziergehölze.

Warum gefährlich?
Der Pilz zerstört das Wurzelsystem. Der Baum verliert Halt – oft unbemerkt.

2. Heterobasidion annosum (Wurzelschwamm) – Gefahr für Fichten und Kiefern

Quelle: Outen, A. in Boddy, L. (Hrsg.), The Fungi (3. Aufl.), ScienceDirect. Zugriff am 22. Februar 2026.


Der Wurzelschwamm ist besonders bei Nadelbäumen verbreitet.
Er dringt häufig über Schnittflächen oder verletzte Wurzeln ein.

Warnzeichen:

  • Ausdünnende Krone

  • Harzaustritt am Stammfuß

  • Weiches oder bröseliges Holz

  • Konsolenartige Pilze am unteren Stamm

Das Problem:
Der Stamm wird im unteren Bereich instabil. Bei Sturm kann der Baum plötzlich umfallen – auch wenn er oben noch grün wirkt.

3. Ganoderma applanatum (Flacher Lackporling) – Unsichtbare Stammfäule

Große, harte, tellerförmige Pilze am Stamm sind oft ein Zeichen für diesen Holzzerstörer.

Er verursacht sogenannte Weißfäule und baut tragende Holzbestandteile ab.

Typische Hinweise:

  • Mehrjährige, harte Konsolen am Stamm

  • Risse im unteren Stammbereich

  • Hohl klingender Stamm beim Klopfen

Besonders riskant bei: alten Buchen, Ahorn oder anderen Laubbäumen in Hausnähe.

Ist ein Pilz am Baum immer gefährlich?

Nicht jeder Baumpilz bedeutet sofort Gefahr.
Aber: Wenn der Pilz am Stammfuß oder an tragenden Bereichen wächst, sollte der Baum fachlich geprüft werden.

Je früher eine Baumpilz-Erkrankung erkannt wird, desto besser lassen sich Risiken einschätzen.

Was Hausbesitzer jetzt tun sollten

  • Wurzeln nicht beschädigen (keine Bodenverdichtung, kein Aufschütten von Erde

  • Bei Pilzbefall eine professionelle Baumkontrolle durchführen lassen

  • Vor der Sturmsaison gefährdete Bäume prüfen lassen

“Ein gesunder Baum steigert den Immobilienwert.
Ein instabiler Baum kann schnell zur Haftungsfrage werden.”

Weiter
Weiter

Häufige Fehler von Hauseigentümern – bevor ein Baumgutachter oder Arborist in Baden-Württemberg kontaktiert wird